APT Basilicata

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Basilicata turistica

Die Burgen

Viele Ursprünge und deshalb auch viele Stile; von den meisten sind nur Ruinen oder vereinzelte Türme geblieben.

Hier also die besser erhaltenen und interessantesten.



Provinz von Potenza

Avigliano-Lagopesole: ist die Burg von Melfi die bekannteste, so ist Castel Lagopesole die schönste, zauberhafteste und rätselhafteste durch die noch der Geist des großen Friedrichs II weht. Es ist die letzte vom staufischen Kaiser zwischen 1242 und 1250 erbaute Burg. Ihr rechteckiger Grundriss entfernt sie allerdings vom Hexagon, der klassischen Figur im Zeitalter Friedrichs II. Sie ist unterteilt in zwei Teile: einer ist um den Ehrenhof für Empfänge herum angelegt; der andere ist enger verbunden mit Waffendingen und dem Bergfried in der Mitte. Für ihre Lage, an der Straße nach Apulien stellte sie eine Rast und eine Einladung zur Jagd dar, der großen Leidenschaft des Königs. Möglicherweise existierte sie schon vor Friedrich II, wenn man bedenkt, dass sich hier Papst Innozenz mit dem Abt Rinaldo von Montecassino zur Beratung traf.
In den Jahren 1268 und 1295 hielt sich hier Karl d'Anjou auf (er ließ sie auch restaurieren). 1416 ging sie zusammen mit Melfi in den Besitz der Familie Caracciolo über. 1531 gab sie Karl V an Doria. Sie war provisorisches Museum der vor dem Erdbeben geretteten Funde und beherbergte in den verschiedenen Räumen Bilder und Skulpturen, Volks- und aulische Kunst.

Brienza: Die Siedlung wird beherrscht von den imponierenden Resten der Burg der Anjou, die 1571 wiederaufgebaut wurde. Abgesehen vom zylindrischen Bergfried gibt es einen runden Halbturm auf der Hälfte der gemauerten Wand mit einer überwiegenden Verteidigungsfunktion. Nach dem Erdbeben von 1980 erscheint es jedoch ziemlich verfallen.

Genzano di Lucania: im Dorf gibt es die Burg aus dem 18. Jahrhundert mit einer ersten Anlage der Anjou, heute Sitz des Rathauses; in der Umgebung ist die Burg Monteserico (542 m) wo die Byzantiner von den Normannen im Jahre 1041 geschlagen wurden. Sie wurde von den Staufern erweitert: man sieht noch die Architektur mit den Tonnengewölben.

Laurenzana: aufgestellt auf einer Anhöhe, nutzt der Schloss im seinen Rücken eine Seite aus, die natürlich und praktisch unzugänglich ist. Der folgende der Geburt des städtischen Zentrums architektonische Komplex geht auf die 12. und 13. Jh. zurück. In den folgenden Jahrhunderten sind viele Interventionen, auch radikal. Das Schloss versichert die perfekte Aufsicht alles umliegenden Gebietes, dank der beherrschenden Lage und der runden Türme. Im Inneren des Mauerrings gab es andere Schutzformen, die die Hochburg praktisch uneinnehmbar werden ließen. Heute hält das Schloss, obwohl im starken Verfall, seine Majestät unberührt, und es erhebt sich mit seinem Ausmaß über das umliegende Dorf.

Lavello: die Burg wurde in staufischer Zeit erbaut, aber 16'00 umgebaut. Heute hat hier das Rathaus und ein kleines städt. Antiquarium seinen Sitz.

Melfi: sie ist ohne Zweifel die bekannteste Burg der Region. Von den Normannen errichtet, wurde sie durch die Staufer und die Anjou erweitert. Hier verkündete 1231 Friedrich von Hohenstaufen die „Constitutiones Augustales“ des Königreichs Sizilien. Der Eingriff der Anjou wird augenfällig durch den äußeren Hof mit quadratischen und poligonalen Türmen, ein Werk Riccardos di Foggia. Heutzutage fällt die Abwesenheit zylindrischer Türme auf und die Form des Grundrisses (ein unregelmäßiges Viereck) wurde durch die Morphologie des Bodens bedingt.
Im 16. Jahrhundert ging sie an die Dorier über, die sie vor allem im Mittelkörper umbauten. Der Teil der Anjou führt in den Thronsaal und in den darunter liegenden Waffensaal. Heute hat hier das Nationalmuseum des Melfeses seinen Sitz.

Moliterno: abgesehen von den beachtlichen Resten der Burg, erscheint das antike Zentrum, das sie umgibt sehr lebendig. Der Bergfried im Innern der Mauern stammt aus der spätlangobardischen Epoche; die zwei Türme sind möglicherweise später entstanden.

Muro Lucano: leider blieb nach dem Erdbeben von 1980 von der Burg nur noch eine Erinnerung aus Steinen und Ruinen.

Oppido Lucano: auch hier übrig gebliebene Reste einer Burg mit unregelmäßigem Grundriss, die sehr gut in ein Gewirr aus Wegen und Gassen eingefügt ist.

Palazzo San Gervasio: der Name hat seinen Ursprung vom Jagdhaus Friedrichs II. Die Burg ist in der Tat umgebildet worden, aber man erkennt den Stil aus zwei Wachtürmen mit quadratischer Spitze, vier zweibogige Fenster und einem dreibogige Laubengänge. An der Seite ein Gebäude aus der gleichen Periode für die Reitställe.

Pietragalla: wie für Marsiconuovo führen wir hier den herzoglichen Palast der Acquaviva an. Er ist aus dem 15. Jahrhundert und 1700 restauriert worden.

Senise: die Burg ist aus dem 13. Jahrhundert und fällt auf durch ihre Türme und Zinnen. Sie wurde allerdings 1400 umgebaut.

Venosa: sehr imponierend und in gut erhaltenen Zustand ist diese aragonische Burg, die zum Städtchen führt. Sie wurde 1470 von Pirro del Balzo errichtet, der den Verteidigungscharakter des Hauses Anjou erhielt. Sie erinnert stark an das Castelnuovo (oder den Bergfried der Anjou) von Neapel. In den Türmen waren Gefängnisse untergebracht, von denen uns Inschriften in den Mauern erhalten geblieben sind. Umgeben von einem tiefen Graben besitzt sie auch eine lange Zugbrücke.

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Provinz von Matera

PROVINZ VON MATERA

Bernalda: die Burg von 1470 scheint ein bisschen gedrungen, ist abertypisch für jene Epoche. Errichtet wurde sie von Bernardino de Bernardo, die von ihm den Namen erhielt. Einige Quellen allerdings geben an, dass die Burg schon zur Zeit der Normannen existierte; zudem verleitet die Basis mit konischem Stumpf eines der zylindrischen Türme zu dem Gedanken, dass die Konstruktion vielmehr von den Anjou sei. In jedem Fall existieren Umbildungen.

Ferrandina: die Burg Uggiano, eine byzantinische militärische Festung aus dem Beginn des 9. Jahrhunderts wird zu Beginn des 11. Jahrhunderts durch die Normannen eingenommen und umgebaut und später, in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts, durch Jacopus de Astiliano ein Herrensitz; wurde durch das Erdbeben von 1456 zerstört.

Irsina: die alte Burg von Montepeloso (antiker Name) war eine normannische Anlage, die von Friedrich von Hohenstaufen im Jahre 1228 umgebildet wurde. Heute erscheint sie uns im Gesicht des 16. Jahrhunderts, als Konvent von S. Francesco. Die Krypta wurde in die Basis eines viereckigen Turms von 1100 gegraben.

Matera: zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurde die Burg Tramontano errichtet nach dem Namen des Lehnsherrn, dem die Stadt durch Ferdinand II übergeben worden war. Das Gebäude beherrscht das Tal des Bradano und zeigt zwei zylindrische Türme, die von einem enormen runden Wachturm unterbrochen werden. Die Form ist in jener Epoche ziemlich selten, was damit zusammenhängt, dass der Lehnsherr den Bergfried der Anjou von Neapel imitierte, aber die Fertigstellung durch seinen Tod verhindert wurde.

Miglionico: Auch genannt „Malconsiglio“ verschwörten sich hier die Barone gegen den König von Neapel, Ferdinand l von Aragon, im Jahre 1481. Sie war darüber hinaus das Lehen von Hector Fieramosca. Die Normannen erbauten sie im 11. Jahrhundert: ihren Stil erkennt man an den seitlichen quadratischen Türmen; die runden Türme sind aus einer späteren Zeit. Im Innern scheint sie umgebaut und geteilt, aber ihr Charme besteht fort. Nova Siri: In der Nähe des Meeres, schön der Turm Bollita, 1300.

San Mauro Forte: es blieb nur der im 15. Jahrhundert umgebaute normannische Bergfried und der Turm mit dreiteiliger Konsole.

Scanzano Jonico: klein aber sehr verschieden von den anderen Dörfern, es ist das antike Zentrum um den „Palazzaccio“ erhalten, Patronatsgebäude aus dem 18. Jahrhundert, dass von den Bewohnern als Schloss angesehen wird.

Tricarico: nur der Turm ist übrig geblieben; er ist sehr groß (30 und mehr Meter) und rund. Er hat den morphologischen Charakter der Verteidigungssiedlung des Hauses Anjou.

Valsinni: schließen wir mit der süßesten und poetischsten aller Burgen. Von allen Seiten und weithin sichtbar. Heute erscheint sie aragonisch und ihre illustre Besitzerin war die Dichterin Isabella Morra aus Valsinni (1520-1545). Wie man allerdings weiß, existierte sie schon im Mittelalter.

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