Die Normannen nützten die große Verwirrung aus, die überall herrschte, und mit Hilfe der Fürsten der Langobarden, die diese als Verbündete ansahen, ließen sie sich in Melfi nieder. Sie wurden vom Kaiser Heinrich III den Fürsten der Langobarden gleichgesetzt, was ihren Expansionsantrieb, so für rechtmäßig erklärt, erst richtig ausbrechen ließ. Der Papst hatte den Kaiser gebeten, sie aufzuhalten, aber die dafür aufgerufenen Truppen wurden von den Rittern von Melfi besiegt.
Die Stadt des Vulture wurde somit zum politischen Mittelpunkt des Südens Italiens. Im Jahr 1058 wurde Roberto d’Altavilla im Konzil von der päpstlichen Regierung als Herrscher anerkannt; die normannischen Grafen benannten sich ausdrücklich zu seinen Vasallen und er schwur dem Papsttum Treue und Schutz.
Nach seinem Tod gelang es Ruggiero d’Altavilla, sich vom Papst als Koenig von Apulien, Kalabrien und Sizilien ernennen zu lassen, und er bot dafür seine Protektion.
Während der normannischen Herrschaft erlebte die Basilikata eine Zeit der Wiedergeburt, und es wurden viele große Schlösser, Kathedralen und Kloster gebaut.