APT Basilicata

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Basilicata turistica

Das Gesichte

Als sehr altes Land wurde die Basilikata bereits im prähistorischen Zeitalter bewohnt; aus dem Paläolithikum stammen die Siedlungen von Venosa und aus dem „Valle del Bradano“, während im Neolithikum die Ackerbaudörfer in der Gegend von Matera und Melfese entstanden. Vom Chalkolithikum bis zum Bronzezeitalter wurde die Region bedeutendes Verbindungszentrum des jonischen und des tyrrhenischen Meeres und rief wichtige Siedlungen ins Leben. In der Eisenzeit beginnen sich die inneren Gebiete zu bevölkern. In diesem Zeitraum waren viele Menschen indoeuropäischer Kultur in Lukanien eingetroffen, darunter die Liky von der illirischen Küste. Im 8. Jahrhundert v.Chr. landeten griechische Kolonien an den lukanischen Ufern des jonischen Meeres und verhalfen jener blühenden Kultur zum Leben, die in die Geschichte als „Magna Grecia" eingehen wird. Metaponto, Siris, Heraclea sind die wichtigsten Zentren. Zwischen dem 6. und 5. Jahrhundert v.Chr. kommen von Irpinia einige oskisch-sabellische Stämme herunter. Die Lukaner siedeln sich währenddessen in den Gebieten weiter im Innern an. Dann, zwischen dem 5. und 4. Jahrhundert v.Chr., greifen die Lukaner, auf der Suche nach neuem Ackerland, die griechischen Kolonien der jonischen Küste an. In der Zwischenzeit, zwischen dem 4. und 3. Jahrhundert v. Chr., dringen die Römer durch fortdauernde Expansion nach Lukanien vor. Zuerst Verbündete der Römer gegen die Samniten, wollen sich die Lucaner nicht der römischen Herrschaft unterwerfen und verbünden sich mit den Samniten und der griechischen Kolonie von Taranto gegen die Römer. 291 v.Chr. schließlich ist Venusia (heute Venosa) erste römische Kolonie auf lukanischem Boden. Die Römer kämpfen gegen Pirro und verlieren zwischen Metaponto und Heralea (heute Policoro) eine Schlacht, die durch die beachtlichen Verluste auf beiden Seiten berühmt geworden ist. Schließlich vergrößerte sich das römische Reich im Nordosten: es entsteht Grumentum (heute Grumento) und die Via Herculia wird gebaut, die Grumentum mit Venusia verbindet. 280 v.Chr. geht die Geschichte der Magna Grecia ihrem Ende zu. Im 2. Jahrhundert v.Chr. ist Lukanien unter römischer Herrschaft. Derweil rebellierten die Lukaner als stolzes und kriegerisches Volk gegen Rom, das Steuern auferlegt und erleiden eine Niederlage. Von 27 v.Chr. bis 14 v.Chr., wird Lukanien unter Kaiser Augustus geteilt und mit Apulien, Regio II und Brutium, Regio III zusammengelegt. Am Ende des 3. Jahrhunderts wird es von Diokletian wiedervereint und nun mit Brutium zusammengelegt. Mit dem Verfall des römischen Westreiches gerät die Region in eine tiefe Isolierung, die ihre schon ärmliche Wirtschaft ganz zerstört. Im Mittelalter, zwischen dem 6. und 9. Jahrhundert, gliederten die Langobarden Lukanien dem Herzogtum von Benevento ein, schlossen aber die byzantinischen Besitztümer des Materano aus. Die Byzantiner, die nach Lukanien auf der Flucht vor der Verfolgung der ikonoklastischen Religion im Orient kamen, schufen die Steinkirchen, die auf der Murgia von Matera ihren höchsten Ausdruck finden. In der Zwischenzeit zwangen die Sarazenen mit ihren Einfällen die lukanische Bevölkerung in die Berge und Hügel. Zwischen dem 8. und 9. Jahrhundert wurde Matera vom Herzogtum Benevento annektiert, während der Rest der Region in byzantinische Hände übergeht. Die Normannen erobern Lukanien und machen zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert aus ihm das Zentrum des politischen Lebens in Italien. Im Jahre 1059 ist Melfi die Hauptstadt des normannischen Reiches. Am Ende der normannischen Herrschaft kämpfen die Staufer und die Anjou um Lukanien und das südliche Italien. Friedrich II. von Hohenstaufen erlässt 1231 in Melfi die „Constitutiones Utriusque Regni Siciliae“. Am Ende des 13. Jahrhunderts besitzet das Haus Anjou die Macht über das Königreich Neapel und die zwei Sizilien. Es beginnt der Feudalismus mit seinen vielen kleiner Herrschaften. 1441 zettelt man im Schloss von Miglionico die 'Verschwörung der Barone' an, die als Getreue der Anjou, versuchten, dass Königreich Aragon zu stürzen. Zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert festigt sich die Macht der Bourbonen. In die Basilikata kommen einige albanische Gemeinden, die sich an den Hängen des Vulture und im Pollino-Massiv niederlassen. 1663 wird Matera die Hauptstadt der Provinz Lucana des Königreichs Neapel. Es beginnen blutige Rebellionen der Bauern gegen die Barone, die das Land ausbeuten und das Volk zum Hungern zwingen. Im Jahre 1707 besetzt das österreichisch-savoyische Heer Lukanien, das mit den Verträgen von Utrecht und Rastadt an Karl VI von Österreich fällt. Mit dem Frieden von Aachen geht die Macht wieder an die Bourbonen. Im Jahre 1799 wird eine Rebellion der Bauern mit Hilfe von Massenexekutionen niedergeschlagen. Ein Teil des lukanischen Bürgertums schließt sich den „Moti carbonari“ an. Zwischen 1861 und 1868 ist die ganze Region vom Phänomen des Räubertums betroffen, eine Rebellion gegen Macht, die durch das extreme Elend unter dem Volk hervorgerufen worden war; sein idealer Wohnsitz waren die dichten Wälder des Monte Vulture. 1902 findet die erste Versammlung der Sozialisten Lukaniens in Potenza statt, ein Ereignis, das das 20. Jahrhunderts einläutet. Die Armut erreichte ein unerträgliches Ausmaß und führt zu Emigrationen, die 1913 ihren Höhepunkt erreichen. Im Jahre 1943 ist Matera die erste Region, die sich gegen die nazistische Besetzung auflehnt. Mit dem Ende des Krieges musste man sich auch dem Problem der Sassi von Matera stellen, die aufgrund der Überbevölkerung ungesund geworden waren. 1952 bestimmte ein staatliches Gesetz die Evakuierung der Stadtviertel Sassi. Im selben Zeitraum beginnt die Bodenreform, die das Gesicht der Region verändert, während die Emigration eine fortschreitende demografische Verarmung nach sich zieht. 1980 schafft das Erdbeben von Irpinia ernste Probleme im ganzen nördlichen Teil der Region und der Stadt selbst. 1984 wurde in Potenza die Universität der Basilikata eingerichtet, die einige Jahre später einen Zweig in Matera eröffnet. Im Jahre 1986 finanzierte der Staat per Gesetz die Säuberung der Sassi von Matera, die mit tausend Schwierigkeiten heute noch vollzogen wird. Anfang 1994 erklärte die UNESCO die Sassi von Matera zum Menscheitserbe, das den zukünftigen Generation überliefert werden soll' und zählte es damit zu den Gebieten unter ihrem Schutz. Das Unternehmen FIAT richtete einem großen Werk im Industriegebiet S. Nicola in Melfi ein. Im gleichen Jahr wurde auch der Nationalpark Pollino gegründet.

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