APT Basilicata

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Basilicata turistica

Metaponto, Policoro und die jonische Küste

Die ca. 35 km lange jonische Küste von Metaponto bis Nova Siri zeigt zur tyrrhenischen ganz entgegengesetzte Charakteristiken. Die letzten Ausläufer der Ebene, die sich vom hügeligen Matera Richtung jonisches Meer erstrecken, bieten dem Besucher weite Sandbuchten sowie Sand- und Kieselstrände am weiter südlichen Küstenstreifen. Hier entstanden im 8. Jahrhundert v.Chr. die Städte des „Megale Hellas“ (Magna Graecia): Metaponto, Heraclea (heute Policoro), Siris und Pandosia, die große Persönlichkeiten wie Pythagoras zu ihren Gästen zählen konnten und Schauplatz furchtbarer Schlachten waren. Die Spuren dieser wichtigen historischen Phase sind in den archäologischen Ausgrabungen von Metaponto und Policoro bzw. in deren Museen sichtbar, die Schwierigkeiten haben für alle Funde einen Standort zu finden. Die jonische Küste erreicht man bequem mit dem Auto über die Straßen der Talsohle des Basento (SS 407), des Agri (SS 598) und des Sinni (SS 653), die sich im Norden der Region mit der Autobahn A3 Salerno-Reggio Calabria verbinden. Die ganze Küste wird von der staatlichen Eisenbahngesellschaft versorgt. Durch die blühende Landwirtschaft, die sich hier entwickelt hat, auch das Kalifornien des Südens genannt, ist heute die Ebene um Metaponto das Glanzstück der lukanischen Wirtschaft. Von diesem Teil gehen für Europa und ganz Italien Mengen von Obst und Gemüse aus, die dank eines durchgängig milden Klimas - an der jonischen Küste beginnt die warme Jahreszeit Ende März und endet Anfang November - ca. ein bis zwei Monate früher, als die Anbauten in den nördlicheren Ebenen reifen. Metaponto und Policoro sind ohne Zweifel die bekanntesten Orte der Küste. Metaponto, in der Gemeinde Bernalda wurde in den sechziger Jahren als Urlaubsort geschaffen. Die Strandzone entwickelte sich zwischen der Mündung des Bradano und des Basento. Die Strande sind sehr weitläufig und werden von zahlreichen Badefreudigen besucht; dennoch wächst der „Pancratium maritimum“ oder Kieselsand noch ohne größere Probleme und schenkt diesen Stranden süße Ursprünglichkeit. Zwei weite Pinienwälder an der Küste und der Eukalyptus verströmen in der Luft einen angenehmen Duft. Charakteristisch ist der Ort mit der Eisenbahnstation besonders, weil er in der Vergangenheit ein befestigtes Gehöft gewesen ist. Metaponto Lido ist heute nicht nur ein touristischer Ort mit allen Bequemlichkeiten, er ist vor allem auch gut angebunden ans Innere, so dass er gute Ausflugsmöglichkeiten in die ganze Provinz von Matera, von den Tälern der Schratten bis zu den bewaldeten Bergen, Murgia di Matera, Sassi und natürlich an die ganze jonische Küste bietet. Policoro ist eine ländliche Ortschaft, die sich mit der Bodenreform in den fünfziger Jahren entwickelt hatte. In schöner Lage an der jonischen Küste ist es das andere pulsierende Herz des Tourismus' im Land der Magna Graecia. Sein Schicksal ist verbunden mit der Geschichte von Siris und Heraclea, die ausführlich im archäologischen Park und im Museum ausgeführt ist. Die Küste vor Policoro ist nicht sehr verschieden zu der von Metaponto: weite Sandflächen, kristallklares Wasser, tiefere Meeresgründe als die metapontinischen. Das, was an Policoro auffällt, ist der Duft aus Obst und Blüten, der besonders im Frühling die Luft erfüllt. Das Meer ist noch so sauber, das diese weitläufigen Strände von einigen Seeschildkrötenarten als Fortpflanzungsort gewählt worden sind. Nicht zu vergessen den herrlichen Bosco Pantano, der an der Mündung des Sinni an die undurchdringlichen Feuchtwälder erinnert, die noch vor fünfzig Jahren die sandigen Dünen fast bis zum Meer bedeckten. Er ist heute noch wichtiger Bezugspunkt für viele wildlebende Tiere, seien es Zug- oder Standarten. Inmitten so vieler Schönheit hat der Tourismus in Policoro seinen Weg gefunden. Auch von hier aus gibt es viele Ausflugsmöglichkeiten und für den, der das Meer liebt, gibt es die Möglichkeit, Segelstunden zunehmen oder sich in der Sportfischerei zu versuchen. Wenn Metaponto und Policoro das Herzstück des Tourismus der jonischen Küste sind, so ist Nova Siri, südlich von Policoro, auf dem besten Wege dazu. Rotondella, dessen Gebiet sich bis zum Meer erstreckt, hat einen sehr schönen und ruhigen Strand. Zwischen Metaponto und Policoro liegen außerdem noch der Lido di Quarantotto, der Lido di Pisticci und der Lido di Scanzano Jonico. Alle haben Strande mit ganz feinem Sand sowie gemütliche, weite Buchten. Das Hotelangebot ist gut, ebenso wie das Angebot an Urlaub auf dem Bauernhof und Camping. Längs der lukanischen Küste verstreut, gibt es auch eine große Anzahl von Restaurants, die jeden Feinschmecker zufrieden stellen können. Selbstverständlich raten wir zu Gerichten der lokalen Tradition, begleitet von den erstklassigen, im Metapontinogebiet produzierten Weinen.


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